Wo fällt auf dem Grundstück Abwasser an?

Das auf einem Grundstück anfallende Abwasser besteht aus einer Mischung von abgeleitetem Wasser aus den Haushalten und dem Regenabfluss1. Letzerer ist der Niederschlag, der nicht im Boden versickert ist und von Bodenoberflächen (Wegen oder Garageneinfahrten) oder von Gebäudeaußenflächen (Dachflächen) in das Entwässerungssystem eingeleitet wird  (siehe Bild 1,  Bild 2).

 Bild 1: Terminologie für die Differenzierung von Niederschlagswasser (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de) 1. Regenwasser, 2. Regenabfluss, 3. Infiltration, 4. OberflächenvorfluterBild 1: Terminologie für die Differenzierung von Niederschlagswasser (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de) in Ablehnung an 2 1. Regenwasser, 2, Regenabfluss, 3. Infiltration, 4. Oberflächenvorfluter

Das Ableiten des Niederschlagswasser (Regenwassers) kann entweder durch den Anschluss an die öffentliche Kanalisation, die Einleitung in einen Bach (Oberflächenvorfluter) oder in eine Versickerungsanlage geschehen.

Das häusliche Schmutzwasser fällt in Küchen, Waschräumen, Badezimmern, Toiletten und ähnlichen Einrichtungen an.

In der Regel wird der Wasserbedarf eines Haushaltes durch Trinkwasser aus dem öffentlichen Wasserversorgungsnetz gedeckt. Man kann davon ausgehen, dass nahezu die gesamte Trinkwassermenge nach Gebrauch als Schmutzwasser in den Kanal eingeleitet wird. In Deutschland werden pro Person und Tag durchschnittlich 126 Liter verbraucht. In der Abbildung 2 ist die Verwendung im Detail dargestellt.

Durchschnittlicher Wasserverbrauch in der BRD 2004 (Mengenangaben gemäß: www.wasser.de) (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)
Bild 2: Durchschnittlicher Wasserverbrauch in der BRD 2004 (Mengenangaben gemäß: www.wasser.de) (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

  • 1. DIN EN 752: Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden (04.2008)
  • 2. Stein, D.: Instandhaltung von Kanalisationen, 3. Auflage, Ernst & Sohn Verlag, Berlin 1999

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